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Vorwort
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Es würde fast wie ein zweckloses Beginnen anmuten, wollte man bei der Herausgabe des IV. Bandes von „Sang und Klang" auf das hinweisen, was dieser Sammlung von Kompositionen aus den verschiedensten Gebieten der Musik den besonderen Charakter und den besonderen Wert verleiht. Haben doch die Bände auch ohne eine in diesem Sinne geschriebene Einleitung eine solche Verbreitung und ein solches Maß von Anerkennung gefunden, hat doch zu tausenden Musikfreunden der reiche und mannigfaltige Inhalt allein so überzeugend für sich gesprochen, daß es sich wirklich erübrigt, die Absichten der Herausgeber noch klarzulegen und ihre Berechtigung verfechten zu wollen. So sei also nur darauf Wert gelegt, kurz zu betonen, daß ebensowenig dem neuen wie den früheren Bänden von „Sang und Klang" ein einseitiges ästhetisches Dogma zugrunde gelegt wurde. Und daß es nicht das Bestreben war, etwas historisch Vollständiges zu geben, insofern es sich um die gleichmäßige Berücksichtigung eines jeden der neueren Zeit angehörigen Tonsetzers von historischer Bedeutung handelt. Am Gängelband einer Musikgeschichte die Auswahl aus der fast unübersehbaren Fülle zu treffen, wäre weit müheloser gewesen. Und weniger kostspielig. Aber nur lebendiger Kunst soll diese Sammlung geweiht sein, lebendiger Kunst, die nicht allein ein scharfer Kunstverstand schaffen, die dieser nur in harmonischem Bunde mit echtem Empfinden hervorbringen konnte. „Sang und Klang" will eine auserlesene Zahl der Lebendigen vereinen, gewaltig große Geister wie kleinere, die nur mit einzelnen Stücken Hervorragendes boten, Schöpfernaturen der verschiedensten Art, von den ganz ernsten, tiefen bis zu den liebenswürdig sorglosen.