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Disseitige Antwort auf Bürgers Anfrage wegen
Uebersetzung des Homers.
(im lsten Stück des Deutschen Museums.)
Bürgers Anfrage ans Publikum wegen seiner Uebersetzung des Homers konnte nicht ohne Antwort bleiben; freylich muß es Theilweise seine Gesinnung zu erkennen geben; hier also die unsrige:
Daß Bürger Dichter ist, sind wir alle überzeugt; daß er den Homer ganz fühlen kann und innig lieben muß, als einer der selbst die größten epischen Anlagen hat, konnte man auch schon vermuthen; daß Homers Welt wieder ganz in ihm auflebt, alles vorgebildete lebendig, alles lebende strebend wird, sieht man mit einem Blick auf die Uebersetzung mit zehn Versen in dem Original verglichen. Drum wünschen wir, daß er möge in guten Humor gesetzt werden, fortzufahren; daß er, nicht Belohnung seiner Arbeit, denn die belohnt sich selbst, sondern thätige Aufmunterung, Erfreuung und Auffrischung seines bürgerlichen Zustands vom Publico erhalten möge. Denn es wird sich so leicht nicht wieder finden, daß ein Dichter von dem Gefühl so viel Liebe zu eines andern Werk faßen mag, und der glückliche Uebersetzer so viele Thät- und Stätigkeit habe um der standhafte Uebersetzer zu werden.
Er fahre fort mit Lieb und Freude der Jugend; pflege Rath über sein Werk mit denen die er liebt, denen er traut; lasse sich durch keine Kleineley hindern und, wie sie sagen, zurecht weisen; strebe nach der goldnen, einfachen, lebendigen Bestimmtheit des Originals: kurz, thue das seinige!
Aus unserer Gregend haben wir ihm hinwieder folgenden Antrag zu thun: Endes Unterzeichnete verbinden sich, ihm die ausgeworfene Summe so bald zu übersenden, als er durch ähnliche Versicherung des übrigen Teutschlands in Stand gesetzt worden ist, öffentlich anzeigen zu laßen, er sey entschloßen fortzufahren, und verspreche, indeß die 11 i a s zu vollenden. Sie geben diese Summe als einen freywilligen freundlichen Beytrag, ohne dafür ein Exemplar zu verlangen, und begnügen sich, wenn die Uebersetzung auch