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Zeiten war ein Schneider, der drei Söhne hatte und nur eine einzige Ziege. ^Aber die Ziege, weil sie alle zusammen mit ihrer Milch ernährte, mußte ihr gutes Futter haben und täglich hinaus auf die Weide geführt werden. Die Söhne taten das auch nach der Reihe. Einmal brachte sie der älteste auf den Kirchhof, wo die schönsten Kräuter standen, Heß sie da fressen und herumspringen. Abends, als es Zeit war heimzugehen, fragte er: „Ziege, bist du satt?" Die Ziege antwortete:
„Ich bin so satt,
ich mag kein Blatt: mäh! mäh!" „So komm nach Haus", sprach der Junge, faßte sie am Strickchen, führte sie in den Stall und band sie fest.
„Nun", sagte der alte Schneider, „hat die Ziege ihr gehöriges Futter?"
„Oh", antwortete der Sohn, „die ist so satt, sie mag kein Blatt."
Der Vater aber wollte sich selbst überzeugen, ging hinab in den Stall, streichelte das Hebe Tier und fragte: „Ziege, bist du auch satt?"