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und Haydn. Plötzlich wechselt dann das Bild. Das Donautal in seiner dramatischen Schönheit tut sich auf: Burgen, Städte — und der Strom selbst, fast zum See verbreitert, bis er die bewaldeten Bergzüge des Pilis und des Börzsöny durchbricht. Eine neue Verwandlung: von den Höhen der Budaer (Ofener) Berge aus zeigt sich das Panorama der Zweimillionenstadt Budapest mit ihren Palästen, Kuppeln und Türmen, mit ihrem Häusermeer und ihren Brücken, die sich über die Donau spannen. Im Osten der Stadt tut sich die Tiefebene auf — nach Süden und Südwesten aber führen zwischen Hügeln sich windende Straßen in das Herz Transdanubiens: zu mittelalterlichen Städten, auf römischen Steinen erbaut, zu neuen Industriegebieten neben den alten Städten und zum Balaton, wo wieder eine besondere kleine Welt rings um den großen See beginnt, eine Welt von Dünenufern, Weinbergen, Lavendelfeldern, von stillen Dörfern und betriebsamen Kurorten, von malerischen Buchten, Basaltpfeilern, blauem Wasser und weißen Segeln. Der Reisende, der durch das ungarische Transdanubien fährt, legt aber nicht nur im Raum, sondern gleichsam auch in der Zeit einen abwechslungsreichen Weg zurück. Diese fruchtbare, freundliche Landschaft ist mit der italienischen Campagna oder der französischen Provence vergleichbar, eine Heimat reicher Felder, strömenden Sonnenscheins, wohlschmeckender Früchte und feuriger Weine. Es überrascht daher nicht, daß es ein seit ältester Zeit besiedeltes Land ist, in dem seit unzählbaren Jahrtausenden Zivilisationen in ununterbrochener Verkettung aufeinander folgten. In den Tälern des Vertes, des Bakony und des Gerecse hat der Spaten der Archäologen zahllose Relikte des menschlichen Lebens aus der Stein-, der Kupfer-und der Bronzezeit zutage gefördert.