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VORREDE
Dieses Buch sei in großer Ehrfurcht vor dem Schicksal all jenen unglücklichen Menschen zugeeignet, die von ihren Mitmenschen für kürzere oder längere Zeit zu Göttern oder sogar zu Götzen gemacht wurden, wozu jenen ein beliebiges, oft ganz zufälliges Ereignis die Veranlassung gab. Nur wenige konnten sich auf dieser schwindligen Höhe halten, die meisten jedoch nicht. Aber es war auch ganz belanglos, ob sie es aushielten oder nicht; denn sie waren an und für sich denjenigen, die einen Kult mit ihnen trieben, durchaus unwichtig. Für diese waren sie nur noch Sinnbilder, und von dem Augenblicke an, da sie von jenem übermächtigen Willen, der in den Menschen lebt, dem Willen nämlich, einen Gott oder einen Götzen über sich zu haben, gezwungen wurden, diese überirdische Gestalt anzunehmen, waren sie bereits verloren. Kein Mensch wird dann je anerkennen wollen, was solch ein Vergötterter im Grunde seiner Seele sein möchte, so wenig als ein Tibetaner anerkennen wird, daß der Dalai Lama ein menschliches "Wesen sei, gestern ein Greis, heute ein Kind. Was dieser vergötterte Mensch als Mensch gewesen, wird ihm entrissen: ob er nun ein zärtlicher Ehegatte, ein besorgter Familienvater oder ein tätiger Staatsbürger war! Das alles zählt nicht mehr. Er darf nicht mehr Mensch unter Menschen sein: das ist das unweigerliche Schicksal aller dieser Götzen.
Derjenige, von dem auf den folgenden Seiten die Rede sein wird, heißt Bert Holm. Der Name tut nichts zur Sache: aber einen Namen mußte er eben haben. Mag der Leser nun