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Im Vorwort zu seinem im Nachlass geborgenen Buch über das Entstehen der faschistischen Philosophie in Deutschland beschreibt Georg Lukács sehr ausführlich die geschichtlichen und politischen Umstände, unter welchen diese Kampfschrift^' gegen die Ideologie des Faschismus entstanden war. Subjektiv-selbstbiographisch äusserte er sich folgenderma-ssen über die ,,inneren" Voraussetzungen, die das Entstehen des Werkes förderten: ,,Dieses Buch ist, bald nach der Machtergreifung Hitlers, nach meiner notgedrungenen Emigration in wenigen Wochen niedergeschrieben worden. Ich kann aber zugleich ohne grosse Übertreibung sagen: dieses Buch entsteht seit fünfundzwanzig Jahren. Als Schüler Simmeis und Diltheys, als Freund Max Webers und Emil Lasks, als begeisterter Leser Stefan Georges und Rilkes habe ich die ganze hier geschilderte Entwicklung selbst miterlebt. Allerdings vor, bezüglicherweise nach 1918 auf verschiedenen Seiten der Barrikade. Den Lesern also, die vor den Konsequenzen dieses Buches, vor der Anerkennung der Einheitlichkeit der Entwicklung des bürgerlichen Denkens zurückschrecken, muss ich hier betonen, dass die Feststellung des Zusammenhanges keine rasche Konstruktion aus polemischen Rücksichten gewesen ist, sondern die Zusammenfassung und Verallgemeinerung eines miterlebten Lebensalters." (S.57)Doch lässt sich die Entstehungsgeschichte des Werkes auch in ein enger gefasstes System von Zusammenhängen eingliedern. Es muss kurz von konkreter gefassten Momenten11