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Ers tes Kapitel
Denise kam mit itiren beiden Brüdern vom Bahnhof Saint-Lazare zu Fuße nach der Stadt. Sie waren eben erst von Cherbourg angekommen und hatten die ganze Nacht auf der harten Bank eines Eisenbahnwagens dritter Klasse zugebracht. Sie führte den kleinen Pépé an der Hand, während Jean ihr folgte; alle drei waren ermüdet von der Reise und verloren sich verblüfft in diesem ungeheuren Paris; ihre erstaunten Blicke irrten über die hohen Häuser hinweg; bei jeder Straßenkreuzung erkundigten sie sich nach der Michodiére-Straße, wo ihr Onkel wohnte. Als sie endlich auf dem Gaillonplatze ankamen, blieb das Mädchen überrascht stehen.
Schau einmal, Jean! rief sie.
Wie angewurzelt standen sie da und schmiegten sich fest aneinander in ihren abgetragenen schwarzen Gewändern, mit denen sie den Tod ihres Vaters betrauerten. Denise, ein für ihre zwanzig Jahre recht schwächliches Mädchen mit bekümmertem Antlitz, trug in der Hand ein bescheidenes Päckchen, während auf der anderen Seite ihr Brüderchen, der fünfjährige Pépé, an ihrem Arm hing; hinter ihr stand Jean, ein sechzehnjähriger Bursche; er strotzte von Kraft und Gesundheit und hob verwundert die Arme.
Ist das ein Geschäft! fügte sie nach einer Weile bewundernd hinzu.
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