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DIE FÜNF DEZENNIEN DES UNGLAUBENSDas Morgengrauen des DarwinismusZu Anfang der sechziger Jahre des vorigen Jahrhun-derts ich war damals noch ein Knabe war icheines Tages mit meiner Pflegerin in dem Laden eineskleinen Zeitungs-, Schreibwaren- und Buchhändlers inder Camden Street in Dublin, um dort irgend etwaszu kaufen, als ein älterer Mann, würdevoll und ernst,hereinkam, an den Ladentisch trat und mit wichtigerMiene fragte: Haben Sie die Werke des berühmtenBuffon ?"Meine eigenen Werke waren noch ungeschrieben,sonst wäre es möglich gewesen, daß die Verkäuferinmeine Werke so weit mißverstanden hätte, daß sie einExemplar von Mensch und Ubermensch" vorgelegthaben würde. So aber wußte sie ganz genau, was derMann haben wollte, denn noch hatte das Schulgesetzvon 1870 keine Verkäuferinnen großgezogen, die wohllesen können, aber sonst nichts verstehen. Der be-rühmte Buffon war kein Humorist, sondern der be-kannte Naturforscher Buffon. Jedes gebildete Kindkannte damals Buffons Naturgeschichte ebensogut wieÄsops Fabeln. Und kein lebendes Kind hatte je denNamen gehört, der später Buffons Namen im Bewußt-sein des Volkes auslöschte: nämlich den Namen Dar-wins.Zehn Jahre vergingen. Der berühmte Buffon warvergessen; ich hatte meine Jahre und meine Längeverdoppelt und die Religion meiner Vorfahren ab-geschworen. Eines Tages kam der reichste und folglichanmaßendste meiner Oheime in ein Restaurant, woich speiste, und sah sich, sehr gegen seinen Willen,in ein Gespräch mit dem verdächtigsten seiner Neffengezogen. Um mich angenehm zu machen, sprach ich