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Vorv^ort
»Chuang-hua Jen-min Kung-ho-kuo«, wie die Volksrepublik China in der Landessprache heißt, ist unbestreitbar ein Land der Superlative. Mit seinen knapp zehn Millionen Quadratkilometern Fläche erstreckt es sich vom Pamir bis zum Pazifik und weist subtropische Sümpfe, unwirtliche Wüsten und ganzjährige Dauerfrostböden auf. China beherbergt über eine Milliarde Einwohner: Han-Chinesen, Uiguren, Kasachen, Tibeter, Mandschu und Mongolen. Auf seinem Gebiet liegen der höchste Berg, der längste Fluß und die breiteste Hochebene. Seit die Volksrepublik Mitte der siebziger Jahre begann, weite Gebiete des Landes für ausländische Besucher zu öffnen, zieht es jährlich Tausende von Urlaubern dorthin. Dabei stellt die ehemalige kaiserliche Residenz Peking das meistgewählte Reiseziel dar, verbunden mit Gruppenausflügen unter Leitung fachkundiger Dolmetscher an die Chinesische Mauer, zu den tibetanischen Tempeln, nach Schanghai oder an die Ufer des Jangtsekiang. Ob als Übersee-Kreuzfahrt, auf der Transsibirischen Eisenbahn oder im klimatisierten Jet-Liner: Eine Fahrt in das fernöstliche, sagenumwobene Riesenreich ist im Zeitalter des modernen Massentourismus zum Abenteuer mit Rückfahrkarte und Platzreservierung geworden.
Ob es dabei zu einer ernsthaften Annäherung an die unbekannte, oft schwer begreifliche Kultur kommt, darf bezweifelt werden. Zivilisatorischer Dünkel ist, soviel wissen wir, angesichts der Zeugnisse aus Chinas jahrtausendealter Vergangenheit fehl am Platz. Ob Seidengewinnung, Buchdruck oder