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6 Zu diesem Heft Zu diesem Heft Gerd Theifien Zum fünften Mai berichten wir in einem Jahresheft über Leben und Forschung an der Theologischen Fakultát Heidelberg. Am Anfang steht eine Predigt von W. Harle über die Gottesbegegnung des Mose auf dem Sinai (2. Mose 33, 17b-23): Gott hinterher sehen". Sie setzt das Gottesbild dieses Textes in Beziehung zu den Gottesbildern, die Luther in seiner Heidelberger Disputation als Ausdruck einer theologia crucis und einer theologia gloriae unterschieden hat. Luther gewann damals in Heidelberg viele junge Theologen im Südwesten Deutschlands für die Reformation. Über das Thema: Religionen und Angst" sprach auf unserem Dies Academicus der Religionswissenschaftler Axel Michaels. Religion gehört zu den menschlichen Vorsorgesystemen gegen Angst. Dabei spielt nicht nur Angst im Gegensatz zur konkrétén Furcht eine Rolle, vielmehr ist neben instinktiver auch kognitive Angst beteiligt, die sich durch Wahrnehmung und Interpretation auf konkrété Sachverhalte richtet. Am Ende steht die Frage: Sind manche Religionsformen angstfreier als andere? Sind es am ehesten die, die Ich und Selbst relativieren? Wir habén in diesem Jahr zum ersten Mai den Seminararbeitspreis des Fördervereins als Zacharias-UrsinusPreis verliehen. Unter den Proseminararbeiten wurde eine Arbeit von Gregor Wiebe über die Prádestinationslehre bei Kari Barth und Rudolf Bultmann ausgezeichnet, unter den Hauptseminararbeiten eine Arbeit von Hanna Reichel über die Bedeutung des Heidelberger Katechismus für Kari Barth. Wir stellen beide Arbeiten ebenso vor wie das soziale und kulturelle Engagement von Giovanni Maltese, dem ersten Preistráger des neuen Marie-Baum-Preises. Über Marié Baum berichtet A. Martin Ritter. Von den mit dem John Tempelton Award ausgezeichneten Arbeiten wird die Dissertation von J. Haustein zusammen mit anderen kirchengeschichtlichen Arbeiten vorgestellt. Dieser Preis wurde 2011 zum letzten Mai vergeben. Aber es ist Michael Welker gelungen, einen Nachfolger zu finden; den Martin Lautenschláger Award for Theological Promise". Zu den Aktivitáten des Fördervereins, über die ein kurzer Bericht folgt, gehört auch die neue Gespráchsreihe Glauben und Leben". In ihr stellen wir Mitglieder des Lehrkörpers vor. Wir habén aus dem Interview mit Michael Welker die wichtigsten Fragen ausgewáhlt. Die Antworten hat Michael Welker schriftlich überarbeitet. Auf diese Weise kann das mündliche Gesprách seine Lebendigkeit behalten und wir können dennoch etwas von ihm in einer Form mitteilen, die dem schriftlichen Médium entspricht. In diesem Jahr habén wir zwei für uns alle wichtige neue Personen begrüBt: Franziska Röthig als Gescháftsführerin der Fakultat und